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Kamingespräch
wabi/sabi, japanische Ästhetik
Samstag, 14. Mai 2005 um 19 Uhr
Diskussionsabend in der Bibliothek Jacobihaus
Collage: Johannes Lenhart
Das 2. Kamingespräch am 14. Mai 2005, 19 Uhr, im Künstlerverein Malkasten kreist um die vielfältigen Facetten japanischer Ästhetik.
wabi und sabi sind zwei ästhetische Konzepte, die im 16. Jahrhundert in Japan unter dem Einfluss des Zen entstanden sind. Das Schöne wurde nicht mehr im Farbigen und Heiteren gesucht, sondern im Einfachen, Bescheidenen und Unvollkommenen. Die Achtsamkeit gegenüber den Dingen des Alltags führte zu den unterschiedlichen Kunst-Wegen, den sogenannten geido, wie zum Beispiel dem Weg des Schreibens (shodo) oder dem Teeweg (chado).
von links: Akai, Lenhart, Krusche, Matthes, Meyer
Das Gespräch wird auch der Frage nachgehen, inwieweit diese traditionellen Konzepte heute noch wirksam sind und ob diese ästhetische Sensibilität im Japan des 21. Jahrhunderts noch vorhanden ist, bzw. welche Rolle diese nicht nur in Japan sondern auch hier im Westen spielen könnte.
Gäste:- Fujio Akai, Maler
- Jürgen Krusche, Kulturtheoritiker
- Georg Matthes, Cartoons, Video
- Johannes Lenhart, Künstler
- Dr. Petra Maria Meyer, Kunsthistorikerin
O-Ton Fujio Akai:
mp3-Datei, 258 kb
«Für mich persönlich, heute, denk ich mir, Wabi Sabi - also die Wabi ist das - wie sagt man das - gemütlich miteinandersein mit der Vergänglichkeit und Sabi ist ein Hof, wenn es Patina entwickelt und das Moos wächst und in dem Haus kein Mensch mehr lebt, aber doch weiterhin schön ist.»
Idee und Konzeption:
Johannes Lenhart und Dr. Petra Maria Meyer, Professorin für Kunst- und Kulturtheorie und Intendantin des Interdisziplinären Forums an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel
Die Veranstaltung wurde gefördert mit freundlicher Unterstützung der Landeshauptstadt Düsseldorf



